Filme

Wien war in der Vergangenheit immer wieder eine beliebte Kulisse für österreichische und ausländische Filme, die teilweise oder ganz in der Dounaumetropole spielen. Zu den bekannten Hollywoodfilmen, die Wien als Kulisse nutzten, gehören Amadeus, Before Sunrise, James Bond – Der Hauch des Todes, I spy return – Die Rückkehr der Superspione und Project Peacemaker. Der Ende 2011 erscheinende Film „A Dangerous Method“ von David Cronenberg mit Keira Knightly, Viggo Mortensen und Michael Fassbender in den Hauptrollen, spielt um die Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Zürich und Wien und thematisiert die schwierige Dreiecksbeziehung zwischen dem Psychoanalytiker Carl Jung, seinem Mentor Sigmund Freud und einer jungen russischen Patientin.
„Der Dritte Mann“, ein britischer Film von Carol Reed und dem Schriftsteller Graham Greene aus dem Jahre 1949, spielt im Wien nach dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um einen politischen Kriminalthriller, der es aufgrund seiner Titelmelodie, der schauspielerischen Leistung der Hauptprotagonisten und der zu jener Zeit innovativen Kameratechniken zu Weltruhm und einem Oskar gebracht hat. Einer der Hauptdarsteller war der berühmte amerikanische Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Orson Welles.
Zu den bekannten Wiener Filmen gehören „Hundstage“, der erste Film des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl von 2001, in dem in sechs Einzelepisoden das triste, mitunter trostlose und gewalttätig-erscheinende Leben in sozialschwachen Wiener Vororten dargestellt wird, sowie ein späterer Film Seidls mit dem Titel „Import Export“ (2007), in dem er die Geschichte eines jungen Wieners und einer jungen Ukrainerin erzählt, die sich im Zuge ihrer schlechten Zukunftsperspektiven und finanziellen Nöte auf die Suche nach ihrer eigenen Identität begeben. „Muttertag“, ein Film von Harald Sicheritz aus dem Jahre 1992, stellt auf satirische und mitunter sarkastische Weise das Kleinbürgertum Wiens und das Leben in Wiener Wohnblocks anhand der Geschehnisse rund um den Muttertag dar. Der Film „Freispiel“ (1995), ebenfalls von Harald Sicheritz, erzählt vom Leben des Wiener Lehrers Robert Brenneis, der sich in seiner Midlife Crisis befindet und gerne Rockmusiker werden möchte. In „Wanted“ (1999) erzählt Sicheritz die Geschichte des Wiener Arztes Thomas Reiter, der sich nach dem Tod einer Patientin in eine Traumwelt flüchtet. „Indien“ von Paul Harather aus dem Jahre 1993, zählt bis heute als der beste österreichische Roadmovie. In der Tragikomödie spielen die beiden Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer die Hauptrollen. 1979 verfilmte der bekannte Wiener Schauspieler Maximilian Schell die „Geschichten aus dem Wiener Wald“, die auf einem gleichnamigen Theaterstück beruhen und das traurige Leben der jungen Wienerin Marianne thematisieren.
Darüber hinaus verfügt Österreichs Hauptstadt über ein eigenes Filmgenre, dass zwischen den 1920ern und den 1950ern bestand und seine Höhepunkte in den 1930ern feierte. Der so genannte „Wiener Film“ umbeschreibt eine Reihe von Filmen, die Liebesfilm, Komödie, Melodram, Musik und Historienfilm zu einer Melange verknüpft. Die Wiener Filme haben gemeinsam, dass sie zumeist im Wien der Jahrhundertwende (19. Zum 20. Jahrhundert) spielen und die Darsteller überwiegend im Wiener Dialekt sprechen. Eine Ikone des Wiener Films, der bis heute auch Hierzulande bekannt ist, war der österreichische Schauspieler Hans Moser. Zu den bekanntesten Filmen dieses Genres gehören „Maskerade“ von 1934, der ein ausgeklügeltes Verwirrspiel in der gehobenen Wiener Gesellschaft zum Inhalt hat, „… nur ein Komödiant“ von 1935, ein Film mit Hans Moser, der in der Zeit des Rokoko spielte und symbolisch gegen Faschismus und autoritäre Regime richtete und „Wiener Blut“ von 1942, ein Film der die gleichnamige Operette von Johann Strauß zugrunde liegt.