Hofburg

File 191Die Hofburg ist eine majestätisch anmutende Wehr- und Schlossanlage im Zentrum Wiens mit nahezu 240.000m² Ausdehnung. Neben dem Stephansdom stellt sie den zweiten markanten Fixpunkt der Wiener Innenstadt dar. Um die Hofburg ausführlich erkunden zu können, sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen.
Der weitläufige Gebäudekomplex, der sich in insgesamt 18 Trakte und 19 Höfe unterteilt, blickt auf eine nahezu 600-jährige Baugeschichte zurück, denn er wurde zwischen 1275 und 1913 kontinuierlich zu seiner gegenwärtigen Größe ausgebaut. Somit ist ein Besuch der Hofburg in gewisser Weise auch ein Gang durch die unterschiedlichsten Epochen, von der Gotik über die Renaissance und das Barock, bis hinein in das frühe 20. Jahrhundert. Die Hofburg besitzt eine eben solange Geschichte als Herrschaftssitz des Hauses Habsburg, welches hier – mit einigen kurzen Unterbrechungen – vom späten 13. Jahrhundert bis 1918 regierte. Heute ist die Hofburg die Residenz des österreichischen Bundespräsidenten und steht als einer der Wiener Touristenmagneten ganzjährig Besuchern aus aller Welt offen.
File 143Den ältesten Teil der Hofburg bildet der Schweizerhof im Zentrum der Alten Hofburg. Die Neue Hofburg (u. A. Festsaaltrakt, Heldenplatz und Corps de Logis), jener Teil der Anlage, der sich stadtauswärts an den Schweizerhof anschließt, wurde im Übrigen nie fertig gestellt. Die erste urkundliche Erwähnung der Hofburg fällt auf die Regentschaft von Rudolf I, genauer gesagt das Jahr 1279. Allerdings erfolgte der Baubeginn des Schweizerhofs bereits während der Herrschaft Ottokar II. Unter dem Habsburger Ferdinand I, der die Burg als erster großflächig ausbauen ließ, wurde die Wehranlage (mit Zugbrücken und Graben) im 16. Jahrhundert zur Hofburg.
Im Schweizerhof, der seinen Namen von den Schweizer Söldnern erhielt, die hier über die Jahrhunderte hinweg ihren Wachdienst verrichteten, finden Sie das bekannte rot-schwarze Schweizertor und einen Brunnen mit Kaiseradler aus dem Jahre 1553, sowie die äußerst sehenswerte Burgkapelle und die Schatzkammer. Richtung stadteinwärts liegt der zweitälteste Teil der Hofburg, die Stallburg, die ursprünglich als Residenz für Ferdinands Sohn, Maximilian II, errichtet wurde. Im 18. Jahrhundert erfolgte der Umbau zu Stallungen für die kaiserlichen Pferde, weshalb seither dort auch die Spanische Hofreitschule mit ihren weltberühmten weißen Lipizzanern untergebracht ist. Weiterhin zu erwähnen ist die Amalienburg, gleich gegenüber dem Schweizertor. Dort erhalten Sie im Sisi-Museum und in den Kaiserappartements einen Einblick in das Leben der Monarchen Österreichs. Unweit davon befinden sich im Leopoldinischen Trakt die Amtsräume des österreichischen Bundespräsidenten und im Reichskanzleitrakt können Sie die Silberkammer besuchen.
Ebenso sehenswert und photogen sind die Helden- und Ehrenstatuen am Josefsplatz (mit Denkmal von Kaiser Joseph II), am inneren Burgplatz (Denkmal von Franz I) oder am Heldenplatz (Denkmäler von Prinz Eugen von Savoyen und Erzherzog Karl). Daneben sind die Albertina, die Augustinerkirche, die österreichische Nationalbibliothek und einige weitere Sammlungen und Museen, wie das Völkerkundemuseum, das Ephesosmuseum, die Waffensammlung oder die Sammlung alter Musikinstrumente in Teilen der Hofburg untergebracht. Teile der Hofburg werden darüber hinaus als Kongresszentrum genutzt. Südlich der neuen Burg befindet sich zu guter Letzt der Burggarten, in dem Sie sich von einem langen Besichtigungstag erholen können.

 

Adresse:
Hofburg
Michaelerkuppel
1. Bezirk, A-1010 Wien
 

Öffnungszeiten:
Die Hofburg, die Kaiserappartements, das Sisi-Museum und die Silberkammer sind täglich geöffnet:
September bis Juni von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Juli und August von 9.00 Uhr bis 18.. Uhr