Kirchen in Wien

Wien verfügt über eine stattliche Anzahl an sehenswürdigen und geschichtsträchtigen Kirchen, die Sie zumeist bequem zu Fuß in der Innenstadt erreichen können.

Das Wiener Wahrzeichen, der Stephansdom oder Stefl, wie er von den Wienern umgangssprachlich genannt wird, steht im Herzen der Donaumetropole. Er zählt zu den zehn höchsten Kirchen der Welt und ist schon von Weiten, nicht zuletzt durch sein buntes Ziegeldach erkennbar. Der Stephansdom ist das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs, in ihm hängt zudem die größte und schwerste Kirchenglocke des Landes (Pummerin). Im Dom selbst sollte Sie sich das Hochgrab Kaiser Friedrichs III., die Katakomben, den Wiener Neustädter Alter, das Gnadenbild der Madonna von Pötsch und eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen.

File 149Neben dem Stefl zählt die Karlskirche, das letzte Projekt des berühmten Johann Bernhard Fischer von Erlach, zu den prunkvollsten Wiener Kirchen. Sie ist eine Zurschaustellung Habsburgerischer Herrlichkeit und Größe. Die heutige römisch-katholische Stadtpfarrkirche im 4. Wiener Bezirk vereint mehrere Stilelemente (Salomonischer Tempel, griechischer und römischer Säulenbau und Torpavillions) zu einem sehenswerten Ganzen. Im Inneren finden Sie ein spektakuläres Deckenfresko von Johann Michael Rottmayer, einem weltbekannten Maler.

Die drei ältesten Kirchen Wiens sind die Ruprechtskirche, die Peterskirche und die Kirche Maria am Gestade.

Die Ruprechtskirche, erbaut im romanisch-gotischen Stil und dem Schutzpatron der Salzschiffer geweiht, liegt unweit des Donaukanals. Die diente im Mittelalter auch als Salzamt. Über die Jahrhunderte wurde die schöne Kirche mehrfach ergänzt und nach Bränden renoviert. Einige Historiker gehen davon aus, dass die sie älteste Kirche Wiens sein könnte.

Mitunter wird auch die Peterskirche als ältestes Wiener Gotteshaus gehandelt. Sie liegt versteckt in der hochbebauten Wiener Altstadt in einem Seitengässchen unweit des berühmten Grabens. Das aktuelle Aussehen der Kirche erhielt sie erst im Jahre 1722.

Die neue Peterskirche war der erste Kuppelbau des barocken Wien. Die imposanten Fresken im Innenraum stammen wiederum vom berühmten Maler Johann Michael Rottmayr. Die Kirche Maria am Gestade (oder Maria Stiegen) ist das gotische Kleinod der Wiener Altstadt; weniger groß, weniger bombastisch und dennoch genauso sehenswert, wie der Stephansdom. Sie besticht durch den markanten Turmhelm, der in filigransten Details einer Bischofshaube nachempfunden ist. In der Kirche Maria am Gestade befinden sich die Reliquien des Wiener Stadtpatrons, Heiligen Klemens Maria Hofbauer, einem Redemptoristen.

Auch sehenswert ist die Michaelerkirche, eine ehemalige Hofkirche der Habsburger. Hier wurde nach Mozarts Tod sein Requiem uraufgeführt. Die Michaelerkirche wurde in ihrer Geschichte mehrfach umgebaut und vereint romanische, gotische, barocke und klassizistische Elemente. Sehenswert sind der Rokoko-Hochaltar von Jean Baptiste d’Avrange und die Katakomben der Kirche, wo in schauriger Kulisse und aufgrund einzigartiger klimatischer Bedingungen hunderte von Mumien liegen.

Auch ein Abstecher in die Jesuitenkirche in der Nähe der Universität und der Kirche am Steinhof im 14. Bezirk (Penzing), der bedeutendsten Jugendstilkirche Wiens lohnt sich! Die Augustinerkirche ist Teil des Hofburg – Komplexes und diente den Habsburgern ab 1634 als Hofpfarrkirche. Hier haben sich Maria Theresia, Sisi und auch Napoleon Bonaparte das Ja-Wort gegeben. Sehenswert ist die Herzgruft der Habsburger, in der in 54 silbernen Urnen die Herzen einiger Habsburger aufbewahrt werden. Von außen wirkt die Kirche zunächst unscheinbar, doch im Inneren entfaltet sie eine magische Pracht. Eine andere Anlaufstelle für Habsburgbegeisterte stellt die Kaisergruft in der Kapuzinerkirche dar. Hier sind 145 Mitglieder des Habsburgerhauses in teils spektakulären Sarkophagen zur Ruhe gebetet. Bis zum heutigen Tag legen Besucher und Verehrer am Sarg der Sisi nahezu täglich Blumen nieder.