Votivkirche

File 275Unweit Universität Wien im 9. Wiener Bezirk (Alsergrund) steht die beeindruckende römisch-katholische Votivkirche (auch unter dem Namen Ringstraßendom bekannt), ein neugotischer Sakralbau, der zwischen 1856 und 1879 errichtet wurde. Der Grundstein der Kirche wurde direkt aus Jerusalem nach Wien gebracht. Der bezeugte Anlass der Kirchenbegründung war ein Attentat im Jahre 1853 auf den damals noch jungen Kaiser Franz Joseph I. Am 18 Februar eben jenen Jahres wurde der Habsburger bei einem Spaziergang von dem ungarischen Schneider Janos Libenyi attackiert und mit einem Messer schwer am Hals verletzt. Nur durch ein Wunder überlegte Franz Joseph das Attentat. Sein Bruder, Erzherzog Ferdinand Maximilian rief deshalb zu Spenden auf, um zum Dank der Errettung des Monarchen eine Kirche zu stiften. Deshalb auch Votivkirche (Votiv ist ein anderes Wort für Dankgeschenk, Gabe oder Spende).

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Den im Folgenden initiierten Architektenwettbewerb gewann der spätere Wunderarchitekt Heinrich Freiherr von Ferstel, der unter anderem die Wiener Universität und den Palais Ferstel gestaltete. Die Votivkirche war sein Erstlingswerk. 23 Jahre nach Baubeginn wurde die Votivkirche schließlich im April 1879 anlässlich des silbernen Hochzeitjubiläums des Kaiserpaares eingeweiht. Die neugotische Basilika mit ihren drei Kirchenschiffen zählt fraglos zu den bedeutendsten Bauwerken des österreichischen Historismus und ist ein Paradebeispiel für die Widerbelebung der französischen Kathedralgotik Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu den Sehenswürdigkeiten im Inneren der Kirche zählen ein Altar (Antwerpener Retabel) in einer der Nebenkapellen der Votivkirche und eine Kerze aus dem Jahre 1930 (Barbarakerze), die mit fast vier Metern Höhe und einem Gewicht von 260kg wahrhaft gigantische Ausmaße besitzt.

 

Adresse:
Votivkirche „Zum Göttlichen Heiland“
Rooseveltplatz 8
9. Bezirk, A-1090 Wien
 

Öffnungszeiten:
Sonntag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Dienstag bis Samstag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
und von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Gottesdienste:
Samstag: 18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 10.00 Uhr
Sonntag: 11.15 Messe in mehreren Sprachen